Schmucklexikon-Steine

Achat (Chalcedon)

Siliciumdioxid; sehr harter Stein mit sehr unterschiedlichen Färbungen, bedingt durch verschiedene Mineralablagerungen - meist in streifiger Zeichnung; die Zeichnung des Festungsachats beispielsweise erinnert an das Luftbild alter Bastionen (daher der Name), Moosachat ist farblos oder grauweiß mit dunklen oder moosähnlichen Einschlüssen; die berühmteste Fundstelle ist Idar-Oberstein; weitere Fundorte: Uruguay, Brasilien; Moosachat findet man in Indien, China und den USA

Amethyst (Quarz)

Siliciumdioxid; von violetter Farbe; aus verschiedenen Richtungen betrachtet, weist der Amethyst unterschiedliche Färbungen auf; beim Erhitzen ändert er seine Farbe zu Gelb oder Braun und wird so zum Citrin; Mischformen aus Citrin und Amethyst bezeichnet man als Ametrin; Amethyste aus Russland weisen eine leichte Rotfärbung auf, kanadische sind eher violett; weitere Fundorte: Brasilien, Sri Lanka, Indien, Uruguay, Madagaskar, USA, Deutschland, Australien, Namibia, Sambia

Bronzit(Hypersthen)

Eisen-Magnesium-Silicat; rötlich-irisierend mit Glasglanz; die grünbraune Variante heißt Bronzit; sie ist allerdings sehr spröde und deshalb für die Schmuckverarbeitung ungeeignet; Fundorte: Indien, Norwegen, Grönland, Deutschland, USA 

Diamant

Reiner Kohlenstoff; das härteste Material aus Mineral der Erde; da Diamanten aus reinem Kohlenstoff bestehen, weisen sie eine sehr regelmäßige Kristallstrucktur auf; lupenreine, farblose Diamanten sind äußerst selten, die Mehrheit hat einen leichten Farbstich und mehr oder minder deutliche Einschlüsse; Fundorte: Australien, Ghana, Sierra Leone, Zaire, Botswana, Namibia, USA, Brasilien; der Wert eines Diamanten ermisst sich nach vier C-Kriterien: Colour (Farbe), Cut (Schliff), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht) und seiner Knappheit. 

Dravit (Turmalin)

Borsilicat; sehr dunkler, gelbbrauner bis brauner Turmalin, stark magnesiumhaltig; Fundorte: Sri Lanka, USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Australien

Dumortierit

Aluminium-Eisen-Borsilicat; Farbe: Violettblau von derbem Charakter; benannt nach dem französischen Paläontologen M.E. Dumortier; manchmal mit Bergkristall durchsetzt - er heißt dann Dumortierit-Quarz; hochwertige Steine findet man in Nevada (USA); weitere Fundorte: Frankreich, Madagaskar, Norwegen, Sri Lanka, Kanada, Polen, Namibia, Italien

Labradorit

Natrium-Calcium-Aluminium-Silicat; orange, gelb, rot oder farblos; am begehrtesten sind Steine, die ein buntes Farbenspiel aufweisen; Fundorte: Kanada, Finnland, Norwegen

Lapislazuli

Halbedelstein; Gemenge aus mehreren verschiedenen Mineralien, hauptsächlich Lasurit, Sodalith, Hauynit, Calcit und Pyrit; Zusammensetzung und Farbe sind entsprechend unterschiedlich; als besonders hochwertig schätzt man das intensive Dunkelblau mit kleinen Flecken aus weißlichem Calcit und messingfarbenem Pyrit; der qualitativ beste Lapislazuli kommt aus Afghanistan; weitere Fundorte: Argentinien, Chile, USA

Malachit

Kupfer-Hydroxylcarbonat; von intensiv grüner Farbe und derbem Charakter; oftmals von einer schwarzen Maserung durchzogen; Hauptfundort: Zaire; ansonsten weltweit zu finden

Obsidian

Siliciumdioxid; natürliches Glas, meistens dunkelbraun bis schwarz; manchmal mit metallischem Schimmer, bedingt durch Gas- oder Kristalleinschlüsse; Fundorte: Hawaii, Japan, Island, Ungarn, Mexiko, Guatemala, Ecuador, Arizona

Onyx

Onyx ist eine undurchsichtig schwarze bis schwach durchscheinende Varietät des Chalcedon, der wiederum eine Varietät des Minerals Quarz ist; Fundorte für Onyx und Sardonyx sind unter anderem Jemen, Brasilien, Madagaskar, Mexiko, Pakistan, Uruguay und die USA.

Quarz

z.B. Bergkristall; in reiner Form farblos, wird durch Schmelzen zu einer glasartigen Substanz, die der Herstellung von Uhrgläsern und optischen Gläsern diente und z.T. noch dient.

Schörl (Turmalin)

Borsilicat; schwarzer, sehr eisenreicher Turmalin, der fast ausschließlich in Pegmatien vorkommt

Tigerauge

Siliciumdioxid; in unterschiedlichen Farben, die auf die Art der Einlagerung zurückzuführen sind; das Tigerauge ist gewöhnlich schwarz mit gelb-goldener Eisenoxid-Streifung, Falkenaugen weisen eine blaugraue oder blaugrüne Färbung auf; das Quarzkatzenauge weist im Gegensatz zu Tiger- und Falkenauge eine gewisse Transparenz auf; Katzenaugen-Quarz (nicht zu verwechseln mit Katzenauge!) findet man in Sri Lanka, Indien und Brasilien, Tiger- und Falkenauge in Südafrika, Australien, USA

 

Quelle: https://www.christ.de/juwelierswissen/schmucklexikon

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